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Anreise nach Livorno

Gründonnerstag, 17.4.2025 – 22.30: liebe Blog-Lesende & Mitreisende, schön seit ihr mit dabei. Bitte kein Kopfschütteln, uns war von Anfang an bewusst, dass wir mit der Oster-Rushhour von ganz Europa in Richtung Süden pilgern. Unser Wunsch nach Sardinien zu fahren lässt sich (arbeitstechnisch) nur umsetzen, wenn wir dafür zwei Wochen einsetzen können. Darum entscheiden wir, am späten Abend los zu fahren. Der Verkehr bis zum Gotthard ist nicht schlimm, nur der Regen begleitet uns (wie immer, wenn Rolli-Bengel reisen). Rio fällt schnell in den Tiefschlaf. Wir stehen zirka eine Stunde im «rollenden» Stau, hören Musik, essen Sandwiches, es kommt uns nicht lange vor und dann fahren wir auch schon in den Tunnel…. Geplant ist, an der Raststätte Coldrerio, kurz vor der Grenze ein paar Stunden zu schlafen. Gesagt, getan parkieren wir um 2.30 auf einem PW-Parkplatz.

Um sieben Uhr stehen wir auf, an der Raststätte ist deutlich mehr los. Als ich zur Damentoilette will, muss ich davor erst 15 Minuten anstehen. So sieht es vor den Lavabos aus, leider ist das Bild nicht scharf. Danach hole ich uns Kaffee und Croissants. In dieser Zeit versucht Henä die Wasserhähne im Ugur in Gang zu bringen, die Pumpe streikt. Wir vertagen diese Problem, weil wir weiterfahren wollen.

Der Karfreitag meint es gut mit uns, wir haben schönes Wetter – los gehts. Bereits kurz vor der Grenze staut es. Da wir Camper-Fahrer sind, überholen wir rechts und können ohne anzuhalten durch den Zoll fahren – wir sparen sicher 20 Min ein. Schön so auf italienischem Boden zu fahren, wo einem der LKW im Nacken hängt oder sogar überholt. Auf Höhe Milano kommen wir wieder in den Stau, was aber normal ist. Wir staunen, dass gaaanz viele Italiener unterwegs sind, kaum aber andere Camper, zwischendurch ein paar Schweizer und Deutsche mit PW. Nach Piacenza kommen wir in einen stehenden Stau, das GoogleMaps sagt Unfall / 30 Minuten Wartezeit, das ist ok. Kurz vor Parma biegen wir Richtung La Spezia ab, beim nächsten «Autogrill» machen wir eine längere Pause. Die Raststätte ist voll, auf den grossen Parkplätzen findet man immer Platz. 1.5 h später fahren wir wieder weiter. Kurz vor Livorno machen wir nochmals eine lange Pause. Wir packen bereits alles zusammen für die Übernachtung auf der Fähre. Zu Diskutieren gibt die Frage, wo die Fähre ablegt. Immerhin finden wir die Info auf dem 15 seitigen Papierticket (ja genau, papierlos kommt man nicht aufs Schiff). Die Pumpe funktioniert übrigens immer noch nicht, wir verdrängen das Problem.

Wir finden die Imbargo der Grimaldi Lines auf Anhieb. Die (bewaffnete!!) Hafen-Security sagt uns, dass am 19.00 Einlass aufs Gelände ist. Wir warten mit den anderen Reisenden in Reih und Glied. Als die Tore 10 Min zu früh öffnen, ist von Henä und Rio noch keine Spur – sie sind noch am Spazieren. Ich fahre den Wagen mit Warnblinker nach rechts, damit die anderen an uns vorbei fahren können.

Ein Spektakel ist das Ganze, wirklich eindrücklich. Die Anspannung von allen Menschen ist irgendwie komisch, schwierig zu beschreiben. Wir staunen, wie viele Hunde mit an Board sind. Wir doofen Schweizer ziehen unserem Rio einen Maulkorb an, weil es so in den 15 Seiten vom Ticket steht. Nach dem zehnten Hund, den wir ohne Maulkorb sehen, nehmen wir ihn auch wieder weg. Nach längerem Suchen finden wir unsere «Suite mit Hund». Danach gönnen wir uns ein Spaziergang auf dem Deck und holen uns das Gratisgetränk (Heineken-Bier). Hier wird Rio sicher nicht «schiffen». Es wird noch eine Weile dauern, das Schiff geht erst 22.30 los. Das erleben wir nicht nicht live, wir sind so müde und gehen um 22.00 ins Bett.

Wir erwachen am 19.4.25 um 6.00 – die Lautsprecher geben bereits durch, dass das Frühstück eingenommen werden kann. Wir duschen und Rio will partout nicht aufs Klo. Um 8.00 wird pünktlich entladen. Wir sind in Olbia – Sardinien 🙂

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