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Castel del Monte Andria

13.5.26: Nach dem Frühstück bezahlen wir den Platz und verlassen Mattinata. Es ist etwas kühler und immer wieder bewölkt. Wir haben vor, die Küstenstrasse nach Zapponeta zu nehmen. Unterwegs entdecken wir viele Störche und ihre Nester sowie Flamingos. In Trinitapoli wirds wieder einmal etwas eng, auf google-Maps sieht immer alles harmlos aus (das werden wir später noch einmal feststellen). Man versteht, warum die Italiener nur kleine Autos fahren. Wir wollen am Rande von Barletta einkaufen gehen und finden ein Coop und kurze Zeit später auch einen Parkpatz. Henä bleibt beim Auto, es sieht nicht ganz sicher aus bei diesen vielen Hochhäusern. Ich schnappe mir einen Einkaufskorb und will nur schnell durch den Laden flitzen. Beim Gemüse spricht mit eine Coop-Mitarbeiterin an und will wissen, woher ich komme. Sie könne alle Sprachen, auch deutsch und französisch. Am Schluss diskutieren wir über Michelle Hunziker und den letztjährigen ESC. Nach dem Einkauf gibt uns das Navi die kürzeste Route an um nach Andria zu fahren. Natürlich müssen wir wenden, die Strasse endet bei einem Schotterweg. Wenn wir sowieso zurück müssen, tanken wir Ugur voll (1.89 Euro für einen Liter). Als wir die Auffahrt für SS170 nehmen, überholt uns die Polizei (über eine Doppellinie). Es fahren übrigens auch Traktore auf den «grossen S-Strassen». Ich denke mir noch so, dass uns die Carabinieri sicher raus nehmen – sage aber nichts zu Henä, nicht schon schwarz malen. Wir überholen das gleiche Polizeiauto, weil sie langsamer werden. Henä sagt, die nehmen uns auf hundert raus… Gesagt getan, als wir den Abzweiger zum Castel del Monte nehmen wollen, winken uns zwei Fahrzeuge raus mit 4 Carabinieri, ein Streifenwagen vor uns und einer seitlich neben der Fahrertüre, so das wir garantiert nicht abhauen können. Sie schauen ernst und quatschen sofort auf italienisch los. Wir so stopp, wir verstehen nix. Ein Polizist nimmt sein Handy raus zum Übersetzen: sie wollen wissen, ob wir zwei deutschen Camper geholfen haben oder ob jemand bei uns eingestiegen sei? Wir sagen nein und dürfen weiterfahren. Nicht mal unsere Ausweise wollen sie sehen (ein Beweisfoto gibt es verständlicherweise nicht). Unser Ziel ist der Parkplatz «The other Village» unterhalb des Schlosses. Hier können wir auch übernachten. Als wir Ugur abstellen, beginnt es zu regnen. Wir warten ab, bis die Sonne wieder kommt und laufen 20 Minuten zum Castel hoch, natürlich mit Regenschutz. Oben sind drei streunende Hunde, welche uns anknurren und die Zähne zeigen. Den Regenschirm habe ich einsatzbereit, aber sie bleiben auf Abstand. Nur einer läuft uns nach, der sieht eher harmlos aus. Das Gebäude ist eindrücklich, ein oktogonaler Bau. Zum Glück hat es fast keine Leute. Sicher auch, weil dunkle Wolken über uns ziehen. Einmal um das Schloss herum, fängt es an zu regnen und die tropfen werden immer stärker. Wir nehmen die Hauptstrasse zurück, ja nicht nochmal bei den Hunden vorbei. Zurück beim Camper sind wir alle pflotsch nass. Das Wetter lädt zum Chillen und den Blog-Schreiben ein. Zum Znacht gönnen wir uns ein Glas Rotwein mit Brot und Salami vielleicht auch noch Käse (Schweizer Käse)

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